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Wissenswertes aus der Küche des ASB Seniorenzentrum Nauen

Entgegen dem allgemeinen Trend sich der Großküchenbelieferung anzuschließen, hat sich unsere Einrichtung bewusst für eine eigene Essenversorgung entschieden.

 

Die Herstellung frischer, saisonaler und regionaler Speisen hat bei uns höchste Priorität. Dabei werden die neuesten Erkenntnisse bezüglich der Ernährung und die besonderen Ernährungssituationen Einzelner immer berücksichtigt.

 

Unsere im Jahr 2005 neu eingerichtete Küche übernimmt die Versorgung der Heimbewohner für das Haus Jüdenstraße und das Haus Dammstraße, der Gäste der Tagespflege sowie der Kunden der Hauskrankenpflege.

 

Für die Zubereitung der rund 150 Mittagsportionen sorgen zwei ausgebildete Köchinnen und ein Koch.

 

           

  

 

Das Motto der Kochcrew lautet:

Gewürdigt wird von unseren Bewohnern und Besuchern vor allem das Bemühen um Vielfalt und altersgerechte Angebote. Aber mehr noch, unsere Köche bemühen sich immer wieder, auch Essen zu reichen, das unsere Bewohner an ihr Leben in den eigenen vier Wänden erinnert. Hier dürfen nicht nur an den Geburtstagen Speisewünsche geäußert werden, auch anlässlich der jeden Monat stattfindenden Kochrunden in einzelnen Wohngruppen können die Bewohner mit dem Koch Wunschspeisen kreieren.

 

Das Verreisen in ferne Länder ist auf kulinarische Weise mehrmals jährlich möglich. Hier sind die Geschmacksnerven unserer Bewohner gefordert, es ging schon nach Afrika, China, Ungarn usw. Spargelgerichte, selbst gebackener Apfel- oder Erdbeerkuchen und Rhabarbernachtisch gehören aber immer auch zum Speiseplan.

 

Das unser Kochteam sehr gut über die Inhaltstoffe der einzelnen Gerichte Bescheid  weiß und damit Einfluss auf die Gesundheit der Esser nimmt, gilt längst als normal. Ebenso, dass auf den wöchentlichen Speiseplänen auch die Menge der Kalorien, der Inhaltstoffe und Allergene der einzelnen Gerichte vermerkt ist. Das Ziel, unsere Bewohner und Gäste mit einer bedarfsgerechten, abwechslungsreichen, hygienisch einwandfreien und ernährungsphysiologisch ausgewogenen Ernährung zu versorgen ist bei uns nicht nur Theorie- es ist gelebte Praxis.

 

Stellen Sie uns auf die Probe !!!

Bis zu sechsmal werden unsere Bewohner an einem Tag versorgt, in einigen Fällen, Diabeteskranke zum Beispiel, sogar noch öfter. Auch wer zwischendurch mal Appetit hat, kommt nicht zu kurz.

 

Das Frühstück kann süß, aber auch deftig sein,  konfitüre- oder wurstdominiert also. Im Gruppenraum werden dafür die Tische gedeckt, es wird aber auch aufs Zimmer beziehungsweise ans Bett gebracht. Mehrere Brötchen- und Brotsorten sowie Kaffe, Tee, Milch, Kakao oder Säfte sind selbstverständlich. Ganz nach Wunsch gibt es auch ein zweites Frühstück, wobei es sich um Suppe, Jogurt, Knäckebrot oder Obst handeln kann.

Das Mittagessen, die Hauptmahlzeit, besteht dann stets aus zwei Angeboten - ein normales Gericht und einmal Schonkost.

 

So kann dann auf der Speisekarte stehen: Samstag - Germknödel mit Kirschfüllung und Vanillesoße oder Möhrenkohlrabi-Eintopf; Sonntag  - Schweineroulade mit Rotkohl und Kartoffeln, oder Lammgulasch mit grünen Bohnen und Kartoffeln. . .

 

Dem Kaffeetrinken gegen 15 Uhr mit Kuchen oder Keksen, gelegentlich auch mit Eis, folgen das Abendbrot und schließlich das sogenannte Spätstück. Hinter letzterer Wortschöpfung verbergen sich ganz nach Wunsch Jogurt, Knäcke oder Obst, etwas zum Naschen also. Für Diabetiker ist solch ein spätes Essen meist ohnehin sehr wichtig.

 

Dem tagtäglichen, aber auch den besonderen Angeboten gehen natürlich Absprachen mit den Bewohnern voraus. Schon im Heimbeirat geht es nicht selten um das Essen. Auch die Wünsche am Tisch werden registriert und sobald wie möglich verwirklicht. „Demokratische Mitspracherecht“ ist natürlich ein großer Begriff, aber sinngemäß trifft dessen Inhalt hier zu.

 

Noch erwähnt sei das gemeinsame Kochen oder Backen in den Wohngruppen. Hier stehen unsere Bewohner, meist sind es aber Bewohnerinnen, selbst am Herd und lassen Gerichte entstehen wie sie sie aus ihrem Leben kennen. Oft werden dabei viele schöne Erinnerungen wach.  Gemeinsam mit den Köchinnen in der Großküche kochen, das darf aus hygienischen Gründen nicht sein, was unsere Bewohner aber auch verstehen.

 

Übrigens: Geburtstagskinder haben an ihrem Ehrentag stets einen ganz speziellen Wunsch frei. Und so kann es sein, dass anstatt Schweineschnitzel wie auf der Mehrzahl der Teller, auf einem knusprige, goldbraune Hähnchenschenkel liegen.

 

Ein Dankeschön gilt heute unseren „Küchenfeen“, die sich immer wieder auf die Bedürfnisse und Wünsche der Bewohner einstellen und die, wie man so sagt: „mit Lust und Liebe kochen“

 

Monika Marquardt

ASB Seniorenzentrum Nauen